Flucht durch Bärenstadt (Kinderbuch-Leseprobe)

Leseprobe des 2. Kinderbuch-Abenteuers

Piraten im Kinderbuch "Leuchtturm der Abenteuer 02. Flucht durch Bärenstadt"Das Zepter

Am Fuße eines Feuer spuckenden Vulkans liegt die gewaltige Bärenstadt. In ihrem Herzen ist ein großer Platz mit einer uralten Eiche und ganz in der Nähe ist ein Kindergarten.

Dort arbeitet die Bärin Mala. Sie ist 62 Jahre alt, hat hellbraunes Fell und trägt ein rosafarbenes Sommerkleid. In ihrer Zeit als Erzieherin hat sie viele Bären aufwachsen sehen. Sie ist einen Kopf größer als die Kinder und sehr beliebt, auch bei der 5-jährigen Sali.

Sali hat dunkelbraunes Fell und eine für ein Bärenmädchen besonders süße Stupsnase. Sie ist ungefähr so groß wie ein 3-jähriges Menschenkind. Passend zu ihren Augen trägt sie ihre neue, blaue Hose, mit der sie auf jeden Baum klettern kann. Sie glaubt fest daran, dass sie ihr Glück bringen wird.

Sali und die anderen Bärenkinder sitzen im Lesezimmer auf einem kuschelweichen braunen Teppich im Kreis. Durch ein offenes Fenster weht frische Meeresluft hinein und man hört leises Wellenrauschen. An den Wänden stehen Regale, die voll mit bunten Bilderbüchern sind. Die kleinen Bären staunen über das, was Mala heute mitgebracht hat. Es ist ein langer Holzstab mit einem leuchtenden Kristall an der Spitze. Der Stab liegt direkt vor ihnen auf dem Teppich.

»Zaubermeister Bärlo war so freundlich und hat uns sein Zepter ausgeliehen«, sagt Mala. »Er wird uns von seinem abenteuerlichen Leben berichten. Bis er kommt, erzähle ich eine Geschichte.« Sie hat ein dickes, schweres Buch auf dem Schoß und schlägt eine Seite auf.

»Es war einmal eine junge Frau von der Erde«, liest sie vor. »Das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr, denn eines Tages verschwanden ihr Sohn und ihre Tochter. Es hieß, sie seien gestorben.«

Die Bärenkinder rutschen näher an Mala heran und hören aufmerksam zu.

»Die Frau zweifelte aber daran und so machte sie sich auf die Suche nach ihren Kindern. Dabei fand sie einen Stein, dem man magische Kräfte nachsagte. Die Menschen glaubten, er könne Wünsche erfüllen.«

Sali reckt den Arm in die Höhe und fragt: »War das ein Zauberkristall wie dieser hier?« Sie zeigt auf den funkelnden Kristall des Zepters.

»Ja«, antwortet Mala. »Bärlo wird euch gleich alles darüber erzählen.« Mala rückt sich ihre gelbe Brille zurecht. »Beim Versuch, ihre Kinder mithilfe des Steins zu finden, landete sie auf unserem grünen Mond. Seitdem liegt sie dort in tiefem Schlaf. Ihr seht also, wie gefährlich die Zauberei ist, wenn man sie nicht gelernt hat.«

Sali hebt wieder die Pfote und fragt: »Warum weckt sie denn niemand auf?«

Bevor Mala antworten kann, fliegt die Tür auf und ein erwachsener Bär stürmt in das kleine Lesezimmer hinein. Er trägt eine rote Augenklappe und richtet seinen Krummsäbel auf die am Boden sitzende Erzieherin. »Ich nehme dieses Zepter in meinen Besitz«, brüllt er.

»Das wirst du nicht tun«, entgegnet Mala und legt ihr Buch auf den Teppich. Sie nimmt den Stab und schlägt den Säbel damit zur Seite. Dann steht sie auf und stellt sich schützend vor die Kinder. Mit ihren braunen Augen funkelt sie den Bären herausfordernd an.

»Geh da weg«, brüllt der Bär und fuchtelt mit dem Säbel vor ihr herum. »Ich bin der schreckliche Pirat Obertatze!«

»Hm«, brummt Mala. Der Bär sieht sie verunsichert an. »Du bist doch der kleine Pupu«, sagt sie plötzlich. »Du hast schon als Kind den anderen ihre Spielzeuge weggenommen. Es wundert mich nicht, dass du ein Pirat geworden bist.«

»Ich heiße nicht … so, wie du gesagt hast«, stammelt Obertatze verlegen.

»Doch«, entgegnet Mala, »du bist der kleine Pupu Pummeldösel aus der Mondscheingasse 6.«

Die Kinder fangen an zu tuscheln und zu kichern, einige lachen sogar laut. Nur Sali schaut ihn wütend an. Wie kann er es wagen, uns zu überfallen, denkt sie empört.

Der Pirat senkt langsam seinen Säbel und weicht ein paar Schritte zurück. Plötzlich kommt ein anderer, größerer Bär herein. Er trägt eine rote Jacke mit goldenen Tatzen auf den Schultern und sein Säbel ist etwas länger.

»Kapitän Urs«, ruft Obertatze überrascht.

»Muss ich denn alles selber machen?«, brummt der Kapitän wütend. »Ich werde mir noch einmal überlegen, ob du bei uns mitmachen darfst.« Dann sieht er Mala herausfordernd an. »Gib mir das Zepter und wir lassen euch in Ruhe.« Sein Säbel zeigt drohend in ihre Richtung.

»Niemals werdet ihr einen magischen Kristall in euren Besitz bekommen, ihr gemeinen Piraten«, ruft sie wütend. Ganz unerwartet macht der Kapitän einen Satz nach vorne und schnappt sich das Zepter. Dabei verliert Mala das Gleichgewicht und stürzt auf den Boden. »Aua«, stöhnt sie und reibt sich mit der Pfote den schmerzenden Po.

»Nein!«, schreit Sali und springt auf. Sie greift nach dem Zepter und zerrt daran. »Verschwindet«, brüllt sie. In ihren blauen Augen spiegelt sich der Kristall, der nun selbst blau leuchtet. Obertatze nimmt respektvoll Abstand von der Zepterspitze, die immer heller strahlt. Kapitän Urs hingegen versucht, das Mädchen in die Ecke zu drängen.

»Lass uns in Frieden«, schreit Sali wütend. Sie sucht nach dem schlimmsten Schimpfwort, das sie kennt und sie wählt die abscheulichste Kreatur, die ihr einfällt: »Verschwinde, du … du gemeiner Hase!«

In diesem Augenblick leuchtet der Kristall so hell auf, dass alle ihre Augen verdecken müssen. Als sie wieder sehen können, sitzt neben Obertatze ein weißes Häschen auf dem Boden.

»Was ist denn hier passiert?«, fragt ein alter Bär in einem braunen Umhang. Er steht in der offenen Tür und schaut verwundert zwischen Sali und dem Hasen hin und her.

*

Mala und die Kinder haben den Leseraum verlassen. Auch Obertatze hat sich seinen Kapitän geschnappt und ist verschwunden. Der Zaubermeister Bärlo sieht nachdenklich aus dem Fenster und streicht sich dabei über seinen langen grauen Bart. Mit der anderen Pfote stützt er sich auf sein Zepter. Sali steht neben ihm und hat Angst. Ist er vielleicht böse, weil sie ohne Erlaubnis gezaubert hat? Wird er sie bestrafen? Plötzlich dreht er sich um und schaut ihr direkt in ihre blauen Augen.

»Du bist ein wirklich mutiges Kind«, sagt er. »Du kommst dieses Jahr in die Schule und musst dich entscheiden, was du später werden willst. Möchtest du vielleicht Zauberin werden? Dann wäre ich sehr gerne dein Lehrer.«

»Ich? Eine Zauberin?« Sali ist verblüfft. »Aber ich bin doch nur ein Mädchen.«

»Soll ich dir ein Geheimnis verraten?«, flüstert Bärlo. Sali nickt. »Mädchen können ganz toll zaubern und du bist sehr begabt.«

Als ihre Mutter sie vom Kindergarten abholt, ist Sali voller Freude. Ja, sie wird einmal eine Zauberin. Vielleicht kann sie dann sogar diese Frau auf dem Mond aufwecken und ihr helfen, ihre Kinder zu finden.

Versehentlich nach Himmelblau

Die 11-jährige Lena und ihr 9-jähriger Bruder Jan wohnen am Stadtrand von Immergrün. Vor sechs Jahren verschwanden ihre Eltern aus ungeklärten Gründen und seitdem leben die Kinder bei ihrer Tante Elisabeth. Lena erinnert sich kaum an ihre Eltern, aber etwas von ihrer Mutter ist ihr geblieben: ihre drei heiß geliebten Puppen. Die Puppen sitzen normalerweise friedlich auf einem Regal über Lenas Schreibtisch. Doch nun sind sie verschwunden.

Lena ist in ihrem Zimmer und durchwühlt aufgeregt Schränke und Schubladen. Sie vermutet Jan als Bösewicht. Wenn irgendetwas verschwindet oder kaputt geht, dann steckt meist ihr kleiner Bruder dahinter. Schon oft hat er ihr Spielzeug einfach genommen, ohne zu fragen. Aber was hat er mit ihren Puppen gemacht? Jan hasst Puppen. Lena kriecht unter ihr Bett, um dort nachzuschauen. Dabei rutscht ihre Brille von der Nase. Da sie stark kurzsichtig ist, kann sie nichts mehr erkennen und schiebt die Brille versehentlich noch weiter nach hinten. Sie robbt zurück und steht auf. »Ich brauche eine Taschenlampe«, ruft sie und weiß auch sofort, wo sie eine findet.

»Jan«, brüllt sie durch die Wohnung. Sie geht zielstrebig den Flur entlang auf sein Zimmer zu. Die Tür ist offen, aber von Jan gibt es keine Spur. Tante Elisabeth und Jan sind also schon auf dem Weg zur Schule, denkt Lena. Schön, dass ich heute erst zur dritten Stunde muss.

Jan spielt doch in der letzten Zeit immer mit diesem bunten Ding herum, grübelt sie. Und da ist sie schon: Jans Taschenlampe. Sie nimmt die Lampe, läuft in ihr Zimmer zurück und robbt unter das Bett. Sie drückt auf den Schalter und erkennt im Lichtschein undeutlich ihre Brille, die sich mit einem »Peng« vor ihren Augen in Luft auflöst.

Lena zuckt erschrocken zusammen. »Was war denn das?«, ruft sie verblüfft. Mit gerunzelter Stirn betrachtet sie die Lampe und schaut ins Licht. Ihr wird schwindlig und alles um sie herum scheint sich zu drehen. Sie sieht verschwommene bunte Flecken und ihr wird übel.

Nach einer Weile bemerkt sie, dass sie auf etwas Grünem mit Stacheln liegt. Sie erkennt es als Rasen. Dann guckt sie genauer hin und entdeckt ein vierblättriges Kleeblatt. Und daneben noch eins. Und noch eins. »Das gibt’s ja nicht!«, ruft sie verwundert. »Jetzt muss ich ja viel Glück haben.«

Sie tastet weiter den Boden ab und bekommt drei flauschige Dinge zu fassen. Sie nimmt sie hoch und jubelt: »Mary, Daisy, Poppy! Wo habt ihr denn gesteckt?« Sie drückt ihre Puppen. »Was hat Jan mit euch angestellt?« Sie schaut sich um und erkennt in der Ferne einen bunten Turm. Ein winziger Fleck bewegt sich schnell vom Turm in ihre Richtung. Er ruft etwas und winkt, aber sie kann ihn nicht verstehen. Jedoch hört sie hinter sich Stimmen. Sie dreht sich um und sieht verschwommen drei kleine Gestalten, die miteinander tuscheln.

»Das ist sie, ganz bestimmt«, sagt die Gestalt links von Lena.

»Ich weiß nicht, Knolle«, antwortet jemand von rechts zweifelnd.

»Knete, schau sie dir doch mal genau an«, kommt es wieder von links.

»Sie ist es auf jeden Fall«, dröhnt eine tiefe Stimme aus der Mitte. »Ich habe gesehen, wie sie mit einem Blitz vom Himmel herab gekommen ist!«

»Ja, Chef, das habe ich auch gesehen«, antwortet die Gestalt links. Das ist wohl Knolle, überlegt Lena.

»Aber vom Himmel kommen viele Kinder«, sagt die Stimme von rechts zweifelnd. Knete? »Was machen wir, wenn die Piraten sie nicht wollen? Dann haben wir wieder nichts zu essen.«

»Vielleicht doch«, entgegnet Knolle und kichert dabei böse.

»Ruhe jetzt, ich muss nachdenken«, befiehlt die tiefe Stimme. Lena schwirrt der Kopf beim Zuhören. Wer sind diese Kerle und was soll das mit den Kindern, die vom Himmel kommen? Und von welchen Piraten reden die da?

»Und, Knubbel?«, fragt Knolle vorsichtig. Lena vermutet, dass das der Chef ist. Das sind ja selten dämliche Namen für selten dämliche Typen, überlegt sie. Das passt immerhin.

»Packt sie!«, dröhnt plötzlich Knubbel. Bevor Lena versteht, was passiert, werfen die drei undeutlich erkennbaren Gestalten ein Netz über sie und wickeln sie darin ein. Sie schreit sich die Seele aus dem Leib, aber es hilft nichts.

*

Purzel erreicht die Stelle, an der das Mädchen angekommen ist. Er sieht noch, wie sie von kleinen Gestalten mit erstaunlicher Kraft in den Elfenwald geschleppt wird. Erschöpft von seinem Lauf, hält er keuchend an. Er stützt sich an seinen Oberschenkeln ab und stöhnt nur ein Wort: »Wurzelzwerge!« Dann entdeckt er am Boden eine Brille und hebt sie auf.

Die magischen Eicheln

Die Sonne steht hoch am wolkenlosen Mittagshimmel über Immergrün. Michaels Grundschule teilt sich ihren Pausenhof mit dem Schulhort und einem Kindergarten. Auf dem Gelände sind große Wiesen, ein Fußballplatz, Schatten spendende Bäume und Parkbänke.

Auf einer davon sitzen Michael und Tim und essen ihren Nachtisch. Tim stopft sich ein Stück Kuchen auf einmal in den Mund.

»Ast Uh Es Ahei?«, sagt Tim mampfend.

»Was?«, fragt Michael und muss lachen.

Tim schluckt: »Hast du es dabei – das Buch?«

»Meinst du das Bilderbuch Billy? Na klar.«

»Supercool«, freut sich Tim und stopft ungeduldig ein weiteres Stück Kuchen in den Mund.

Michael versucht nun auch, seinen Muffin in einem Stück zu essen, aber er ist zu groß und zerbröselt. Ihre Klassenlehrerin Frau Stein läuft vorbei und schüttelt lächelnd den Kopf. Michael und Tim müssen lachen und spucken dabei ihren Nachtisch wieder aus. Zwei Spatzen stürzen sich begierig auf die Krümel.

Michael holt sein Buch aus dem Ranzen, der neben der Parkbank steht, und schlägt eine Seite auf.

»Ist das der Leuchtturm der Abenteuer?«, fragt Tim.

»Ja«, antwortet Billy. »Sein magischer Kristall bringt dich nach Himmelblau und zu den sieben anderen Planeten.«

»Krass«, sagt Tim und macht große Augen. »Das Buch redet ja wirklich.«

»Purzel ist doch durch ein Astloch gekommen«, bemerkt Michael. »Wie funktioniert denn das?«

»Zauberer können mithilfe einer magischen Eiche reisen, weil sie sich so klein machen können«, antwortet das Buch.

»Geht das bei jedem Baum«, fragt Tim.

»Nein«, sagt Billy. »Das klappt nur bei ganz besonderen Eichen. Es war einmal vor langer Zeit, da wuchs auf Himmelblau eine Eiche. Plötzlich stürzte ein Meteorit aus dem Weltall auf sie.«

»War sie dann kaputt?«, fragt Tim.

»Nein«, antwortet Billy, »denn der Meteorit war der magische Kristall, der heute im Leuchtturm ist. Seine Magie hat die Eiche verwandelt, aber die Leute von Himmelblau ahnten davon nichts. Der Baum war wunderschön und sogar im Winter grün. Daher sammelte man seine Eicheln und pflanzte sie an anderen Orten ein. Als die neuen Eichen wuchsen, bemerkte man etwas Unglaubliches.«

»Was denn?«, fragt Michael aufgeregt.

»Wenn es Nacht wurde – und damals gab es noch Tag und Nacht auf Himmelblau – leuchteten die Eichen. Schaute man durch ein Astloch, dann sah man einen anderen Ort, an dem es gerade Tag war.«

»Wahnsinn«, ruft Michael.

»Mit etwas Zauberkraft konnte man sogar durch ein Astloch reisen«, erzählt Billy. »Vom Elfenwald nach Bärenland, von den Bergen in die Täler und zuletzt auf fremde Planeten.«

»Los, wir gehen zur magischen Eiche«, sagt Michael, springt auf und wirft sein Bilderbuch in den Ranzen. Es fällt aber daneben und jammert: »Aua.« Michael und Tim klettern nacheinander durch ein Loch im Zaun und rennen um die Wette.

*

Als sie im Wald bei der Eiche ankommen, macht Tim große Augen, denn aus dem Astloch klettert gerade ein Elfenjunge.

»Purzel«, ruft Michael erfreut.

Der Elfenjunge lächelt nicht, sondern bleibt ganz ernst. »Ich habe schlechte Nachrichten«, sagt er und blickt traurig nach unten. »Ein Mädchen von der Erde wurde von bösen Wurzelzwergen entführt.«

»Auweia«, ruft Tim.

»Kommt bitte mit nach Himmelblau, gemeinsam können wir das Mädchen befreien.«

»Aber ich habe meine Taschenlampe nicht dabei«, stellt Michael fest.

»Kein Problem«, antwortet Purzel. »Mit meiner Zauberkraft können wir alle durch das Astloch.«

»Cool«, sagt Tim begeistert. »Jetzt komme ich auch mal nach Himmelblau.«

»Wer ist denn das Mädchen?«, fragt Michael.

»Keine Ahnung, aber sie schrie immerzu: Jan, wenn ich dich erwische!«

Michael schaut Tim mit offenem Mund an. »Das ist Lena, die Schwester von Jan.«

Die Reise durch das Astloch

Michael betrachtet das Astloch der magischen Eiche und jammert: »Ich passe da niemals rein.«

»Das klappt schon«, beruhigt ihn Purzel. »Mit meiner Zauberkraft schrumpfe ich dich auf die Größe eines Eichhörnchens und dann passt du durch.«

»Bleibe ich dann für immer ein Eichhörnchen?«, fragt Michael besorgt.

»Nein, natürlich nicht«, entgegnet Purzel.

»Mein Papa hat da so einen Spruch«, sagt Tim grinsend. »Was nicht passt, wird passend gemacht.«

»Sehr witzig«, meckert Michael mit gerunzelter Stirn.

Purzel schließt die Augen, flattert mit seinen Flügeln in die Höhe und breitet seine Arme aus. Goldener Staub erscheint und bewegt sich auf Michael und Tim zu.

»Oje«, sagt Michael. »Oje oje.«


(C) Karim Pieritz

Leider kommen die Jungen zu spät. Die Zwerge haben Lena schon an Piraten verkauft und mit ihrem Schiff segeln sie zur dunklen Seite des Planeten nach Bärenstadt. Wird es den Kindern gelingen, Lena zu befreien?

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